Archive for the ‘Krankheit’ Category

Posted by theblogartist at Mai 22, 2015

Category: Krankheit

Tags: , , ,

München/Holzkirchen (ots) – Wie lebensgefährliche Meningokokken-Erkrankungen verlaufen und wie man vorbeugen kann, darüber informieren Patientenorganisationen jährlich weltweit am 24. April, dem Welt-Meningitis-Tag. Zur Vorbeugung gibt es mittlerweile Impfstoffe gegen alle in Deutschland auftretenden Meningokokken-Typen. Bisher werden hierzulande viele Kinder nur gegen Meningokokken C geimpft. Großbritannien – schon bei MenC weltweit in der Vorreiterrolle – führt in Kürze sogar eine flächendeckende Impfung von Babys gegen Meningokokken B ein.

Auch deutsche Fachgremien wie die Sächsische Impfkommission (SIKO) und die Impfkommission der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendheilkunde (DAKJ) raten bereits zu einer Impfung gegen Meningokokken B. „Kinderärzte und Eltern wünschen sich auch für Deutschland eine STIKO-Empfehlung,“ weiß Andrea Vogt-Bolm von der Patientenorganisation Ampu-Kids, Hamburg. Sie begegnet täglich Kindern, die nach einer Meningokokken-Erkrankung mit Amputationen leben müssen. „Wir möchten, dass sich viele Menschen der Gefahren einer Meningokokken-Infektion bewusst werden. Sie können innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen oder dauerhafte Gesundheitsschäden nach sich ziehen,“ betont Andrea Vogt-Bolm.

2015 bereits einige Todesfälle in Deutschland

In Deutschland gibt es im Durchschnitt jedes Jahr ca. 430 Meningokokken-Fälle(1), etwa zehn Prozent der Patienten, die meisten im Säuglingsalter, sterben.(2) Rund einer von fünf Überlebenden leidet dauerhaft unter schweren Folgeschäden, wie Taubheit, Krampfanfällen oder dem Verlust von Gliedmaßen.(3) Im Jahr 2015 verzeichnet das Robert-Koch-Institut bislang 132 Fälle (Stand: 22. April 2015)(4), einige davon mit tödlichem Ausgang. So starben im Februar ein 15-jähriger Junge am Bodensee, ein 2-Jähriger in Bad Segeberg und ein 23 Monate altes Kind in Berlin.

Bei Meningokokken-Verdacht sofort zum Arzt

Meningokokken-Erkrankungen sind bakterielle Infektionen, die eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute (Meningitis) oder eine Sepsis (Blutvergiftung) auslösen können. Sie werden durch Tröpfcheninfektion übertragen.(5) Trotz ihrer Seltenheit ist die Erkrankung sehr gefürchtet, da sie ohne Vorwarnung gesunde Personen treffen kann(6) und potenziell lebensbedrohlich ist. Betroffen sind meist Säuglinge und Kleinkinder.(2,7) Impfen ist die einzige effiziente Prophylaxe gegen diese bedrohliche Krankheit, die eine der schwersten Infektionskrankheiten überhaupt ist.

Eine von Meningokokken ausgelöste Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung zeigt sich zunächst oft mit grippeähnlichen Symptomen und ist deshalb auch für Ärzte anfangs schwer zu erkennen. Hohes Fieber, ein steifer Nacken und punktförmige Hauteinblutungen sind Alarmzeichen: jetzt ist umgehend ärztliche Behandlung nötig – jede Minute zählt.

Fünf Hauptgruppen von Meningokokken (A, B, C, W135 und Y) verursachen fast alle Erkrankungen weltweit. In Deutschland sind Meningokokken-B-Bakterien die Hauptursache von Meningokokken-Erkrankungen bei Säuglingen und für 85 Prozent aller Meningokokken-Erkrankungen in dieser Altersgruppe verantwortlich. In der Gesamtbevölkerung verursachen sie fast 70 Prozent der Meningokokken-Erkrankungen.(8) Die restlichen Erkrankungen werden hauptsächlich durch Meningokokken der Serogruppe C ausgelöst, für die es bereits seit 2006 eine Standard-Impfempfehlung der STIKO gibt.

Impfen ist der effektivste Schutz

Seit Ende 2013 ist auch eine Impfung gegen Meningokokken der Serogruppe B (MenB) möglich. Schon mehr als 100.000 Dosen des Impfstoffes wurden im Jahr 2014 in Deutschland verimpft. Deutschland war dabei weltweit sogar das erste Land, in dem der Impfstoff nach Markteinführung verabreicht wurde. Während zwischenzeitlich in fast allen EU-Mitgliedsländern eine MenB-Impfung durch die Gesundheitsbehörden aktiv empfohlen wird, steht in Deutschland eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) noch aus.

Derzeit erstatten allerdings schon mehr als 70 Krankenkassen freiwillig die Kosten, jedoch nicht alle. Abhängig von Wohnort und Kassenzugehörigkeit hängt es somit auch vom Zufall ab, welche Eltern ihre Kinder gegen Meningokokken B impfen lassen können – ohne privat zu zahlen.

Meningokokken-Erkrankungen auf einen Blick

 - Meningokokken können eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute auslösen, die Gehirn und Rückenmark umgeben.(5) - Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion übertragen.(5) - Anfänglich unspezifische, grippeähnliche Symptome wie Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen führen häufig zu einer falschen oder späten Diagnose.(9) - Typische Symptome wie Nackensteifigkeit und ein Hautausschlag mit punktartigen Einblutungen treten erst relativ spät auf. - Die Erkrankung kann innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten der ersten Symptome zum Tod führen.(5) - Einer von zehn Erkrankten stirbt trotz intensivmedizinischer Behandlung.(5) - Zwei von zehn Überlebenden tragen lebenslange Folgeschäden wie Krampfleiden, geistige Behinderung, Taubheit oder amputierte Gliedmaßen davon.(10) - Eine Impfung ist der effektivste Schutz vor einer Meningokokken-Erkrankung. 

Welt-Meningitis-Tag für mehr Aufklärung

Der Welt-Meningitis-Tag wird in vielen Ländern zur Aufklärung über die heimtückischen Meningokokken-Infektionen genutzt. Er wurde 2009 vom weltweiten Dachverband der Meningitis-Patientenselbsthilfegruppen CoMO (Confederation of Meningitis Organisations, www.comoonline.org) ins Leben gerufen. Der Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline (zuvor Novartis Vaccines) unterstützt die Aktivitäten der CoMO zum Welt-Meningitis-Tag.

Über Novartis Vaccines

Novartis Vaccines Deutschland besteht aus dem Produktionsstandort Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH in Marburg und der Novartis Vaccines Vertriebs GmbH in Holzkirchen.Der Produktionsbetrieb hat eine mehr als 100-jährige Tradition, die auf den Firmengründer Emil von Behring zurückgeht. Das Produktportfolio in Deutschland umfasst Impfstoffe gegen Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME – durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung), Tollwut, Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Meningokokken B und C sowie Meningokokken A,C,W,Y, Japanische Encephalitis, Cholera, Hepatitis A und Typhus. Novartis Vaccines Deutschland steht für eine enge und lebendige Verbindung von Tradition und Zukunft: Die Tradition gründet sich auf den Firmengründer Emil von Behring, den ersten Träger des Medizin-Nobelpreises (1901). Seit März 2015 gehört Novartis Vaccines Deutschland zur GlaxoSmithKline-Gruppe, führt aber bis auf Weiteres sein Geschäft unter dem bekannten Namen fort.

Über Ampu-Kids

Als gemeinnütziger Verein für von Amputation bedrohte und amputationsbetroffene Menschen begleitet Ampu-Kids Rehaprozesse, berät und unterstützt auf dem Weg in ein Leben, das nach einer Amputation komplett neu eingerichtet werden muss. Das Angebot reicht von psycho-sozialer Betreuung (auch bei bevorstehender Amputation) über Wohnraumanpassung, Beratung und Einbindung Angehöriger und des sozialen Umfelds, Unterstützung bei Anträgen bis zu Mobilitäts- und Erfahrungsgruppen sowie Kursen und Seminaren. Ampu-Kids ist ein Projekt von Ampu-Vita e.V., gemeinnütziges Institut für Amputations-Vorsorge und Integration in Hamburg.

Referenzen

 (1) Robert Koch-Institut. Surv-Stat-Abfrage der Jahre 2005-2014, insgesamt gemeldete Fälle 4.306. https://survstat.rki.de. Letzter Zugriff: 22. April 2015. (2) Centers for Disease Control and Prevention. Epidemiology and Prevention of Vaccine-Preventable Diseases (The Pink Book: Course Textbook). 12. Edition, 2. Druck. Update Mai 2012. Online publiziert unter: http://www.cdc.gov/vaccines/pubs/pinkbook/index.html. Letzter Zugriff: 22. April 2015. (3) Rosenstein NE et al. Meningococcal disease. N Engl J Med 2001;344:1378-88. (4) Robert Koch-Institut. Surv-Stat-Abfrage zu invasiven Meningokokken-Erkrankungen, Meldungen aus dem Jahr 2015. https://survstat.rki.de. Letzter Zugriff: 22. April 2015. (5) World Health Organization. Meningococcal meningitis. Factsheet N°141, updated February 2015. Abrufbar unter: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs141/en/. Letzter Zugriff: 22. April 2015. (6) Thompson MJ, et al. Clinical recognition of meningococcal disease in children and adolescents. Lancet 2006;367:397-403. (7) Donnelly J et al. Qualitative and quantitative assessment of meningococcal antigens to evaluate the potential strain coverage of protein-based vaccines. Proc Natl Acad Sci USA 2010;107:19490-5. (8) Robert Koch-Institut. Epidemiologisches Bulletin 2012;39:364. (9) Mayo Foundation for Medical Education and Research. Meningitis. April 2011. Online publiziert unter: www.mayoclinic.com/health/meningitis/DS00118/DSECTION=symptoms. Letzter Zugriff: 22. April 2015. (10) Immunization Action Coalition. Meningitis: Questions & Answers. Online publiziert unter: http://www.immunize.org/catg.d/p4210.pdf. 

 

Link zum Artikel:

www.presseportal.de/pm/79708/

Posted by theblogartist at Mai 17, 2015

Category: Krankheit

Tags: , ,

Stuttgart (ots) – Magazin Reader’s Digest informiert über das Gesundheitsrisiko Bluthochdruck und gibt Tipps zur Vorbeugung

Jeder dritte Europäer über 18 Jahren hat einen hohen Blutdruck. Viele Betroffene wissen aber nicht, dass sie unter Hypertonie, so der Fachbegriff für Bluthochdruck, leiden. Das Magazin Reader’s Digest widmet sich in seiner Mai-Ausgabe ausführlich dem Thema und gibt Tipps, wie man vorbeugen kann und welche Behandlung hilft. „Hypertonie gilt als Hauptursache für viele Krankheiten und endet oft tödlich. Sie verursacht Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenversagen und Schlaganfälle. Es gibt sogar Hinweise, dass Bluthochdruck zu Demenz führen kann“, sagt Rhian Touyz, renommierte Expertin für Hypertonie und Präsidentin der Internationalen Bluthochdruck-Gesellschaft, im Magazin Reader’s Digest. Als Risikofaktoren für eine Erkrankung gelten Übergewicht, mangelnde Bewegung, hoher Alkohol- bzw. Salzkonsum, Stress und familiäre Vorbelastung.

Wer unter erhöhtem Blutdruck leidet, sollte seinen Lebensstil grundlegend ändern. Dazu gehört unter anderem, mehr Obst und Gemüse zu essen und regelmäßig Sport zu treiben. Zugleich ist es ratsam, dass sich der Betroffene ein Blutdruckmessgerät kauft, um selbstständig daheim den Blutdruck kontrollieren zu können. Hat der Arzt erst einmal Bluthochdruck diagnostiziert, sollte der Patient die verordnete Medizin regelmäßig einnehmen. Nach Aussagen von Professor Thomas Kahan, Chef der Kardiologie am Danderyd-Universitäts-Hospital in Stockholm, hören jedoch 35 Prozent der Patienten innerhalb von zwei Jahren mit der Einnahme der Medikamente auf. „Es ist notwendig, dass Ärzte ihre Patienten von den Vorteilen einer langfristigen Behandlung überzeugen“, sagt deshalb der belgische Hypertonie-Experte Professor Robert Fagard.

Aus Sicht der Mediziner gilt als optimaler Blutdruck ein Wert von 120/80 mmHg oder darunter, ab 140/90 mmHg spricht man von Bluthochdruck. Grundsätzlich wird dazu geraten, den Blutdruck regelmäßig, mindestens aber alle zwei Jahre zu kontrollieren. Bei rund 20 Prozent aller Menschen sind die Werte beim Arzt erhöht, zu Hause aber normal. Die Fachleute sprechen dann von „Weißkittel-Hypertonie“. Bei etwa 10 Prozent der Menschen ist es genau umgekehrt. Dabei handelt es sich um die sogenannte maskierte Hypertonie, die jahrelang unentdeckt bleiben kann. Professor Robert Fagard warnt deshalb: „Hypertonie tötet leise.“

 

zum Artikel:

www.presseportal.de/pm/32522/3003986/bluthochdruck-wird-oft-zu-spaet-erkannt/

Posted by theblogartist at Mai 3, 2015

Category: Krankheit

Tags:

BERLIN. Die Grippesaison in Deutschland klingt ab. In der zweiten Aprilwoche seien noch 756 bestätigte Neuerkrankungen erfasst worden, sagte die Influenzaexpertin des Robert Koch-Instituts (RKI), Dr. Silke Buda, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Zum Höhepunkt der Erkrankungswelle Ende Februar waren es zeitweise mehr als 10.000 pro Woche.

Ein endgültiges Fazit sei noch nicht möglich, sicherlich sei es aber „keine leichte Grippewelle“ gewesen, sagte Buda.

Das RKI geht davon aus, dass bei Weitem nicht jeder Grippefall registriert ist. „Gerade jetzt im Frühling denken viele Betroffene nicht mehr an Grippe und gehen nicht zum Arzt“, sagte Buda.

Zudem werde nur ein sehr geringer Anteil der Patienten überhaupt getestet.

Insgesamt wurden laut Influenza-Wochenbericht des RKI seit Beginn der Welle Ende 2014 mehr als 67.400 bestätigte Influenza-Fälle erfasst.

227 Menschen mit einer Influenza-Infektion starben. In etwa 16 Prozent der Fälle mussten Patienten ins Krankenhaus.

Da ein wandlungsfreudiges Grippevirus eine Komponente der Grippeschutzimpfung außer Kraft gesetzt hatte, waren Geimpfte in diesem Jahr weniger gut gewappnet als in anderen Jahren.

Nur noch in wenigen Regionen im Nordosten Deutschlands sind Atemwegserkrankungen aktuell verbreitet: Dort zeigt die Übersichtskarte des RKI vor allem grüne Flächen und damit eine moderat erhöhte Aktivität.

Nur noch wenige gelbe und orangene Flecken, etwa im Norden Brandenburgs und im Süden Mecklenburg-Vorpommerns zeigen eine deutlich erhöhte Aktivität an.

In vielen anderen Teilen strahlt es blau, die Zahlen sind dort auf Normalniveau. (dpa)

 

Ursprünglich veröffentlicht:

www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/influenza_grippe/article/884245/rki-meldet-grippewelle-klingt-ab.html

Posted by theblogartist at Januar 9, 2015

Category: Krankheit

Tags:

Göttingen/München (ots) – Sie gelten als die Waisenkinder in der Medizin und sind weitgehend unbekannt. Und dennoch kennt fast jeder von uns in seiner Familie, in seinem Freundes- oder Bekanntenkreis jemanden, der mit einer seltenen Erkrankung lebt. Verwunderlich ist dies nicht, werden doch 7.000 bis 8.000 der rund 30.000 bekannten Krankheiten als selten eingestuft. Dies ist dann der Fall, wenn weniger als einer von 2.000 Menschen betroffen ist. In Deutschland sind mehr als vier Millionen Menschen von einer dieser seltenen Erkrankung betroffen, in der Europäischen Union sind es etwa 30 Millionen. Über 80% der seltenen Erkrankungen sind auf eine genetische Ursache zurückzuführen, meist beginnen sie im Kindes- und Jugendalter.

Und deshalb sind Kinder- und Jugendärzte auch zumeist die primären Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche mit seltenen Erkrankungen, berichtet Dr. Christian Fricke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ). Doch nur sehr wenige Ärzte sind über die jeweilige seltene Erkrankung informiert. Für die betroffenen Kinder und deren Familien ist daher bereits die Suche nach der richtigen Diagnose häufig sehr beschwerlich. Und viele haben eine jahrelange Odyssee hinter sich, bis sie endlich qualifiziert betreut und behandelt werden können.

Kinder und Jugendliche mit einer seltenen Erkrankung werden zum Teil bereits in Ambulanzen der Universitäts-Kinderkliniken oder in einem der über 140 Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) gut betreut. Das ist dann der Fall, wenn sich beispielsweise bei seltenen Krankheiten des Nervensystems besonders erfahrene Kinder- und Jugendneurologen gemeinsam mit einem multidisziplinären Team aus Psychologen, Therapeuten und anderen Berufsgruppen um die verschiedenen Facetten der Erkrankungen kümmern. Sehr hilfreich ist es für die Familien häufig auch, wenn Kontakte zu anderen Familien mit einem Kind mit derselben seltenen Erkrankung hergestellt werden können.

Wenn aber die betreuende Einrichtung vor Ort auch nicht weiter weiß und auch keine Selbsthilfegruppen für die einzelne seltene Erkrankung existiert, müssen spezialisierte Institutionen eingeschaltet werden. Das sind die Zentren für Seltene Erkrankungen, die zunächst eine Anlaufstelle für alle Kinder und Jugendlichen mit seltenen Erkrankungen sind. Diese sind zum Teil – wie etwa in Berlin, Göttingen, Heidelberg, München oder Tübingen – an Uni-Kinderkliniken oder an SPZ’s angegliedert. Und viele dieser Zentren haben sich wiederum auf ganz spezielle seltene Krankheitsbilder spezialisiert. So betreut das Zentrum für seltene Erkrankungen in Heidelberg Patienten mit seltenen Stoffwechselerkrankungen, das Zentrum in Freiburg solche mit seltenen Muskelerkrankungen. Im Berliner Centrum für Seltene Erkrankungen der Charité, das für eine Vielzahl seltener Erkrankungen kompetent ist, kommt der Abteilung für Humangenetik eine tragende Rolle zu, um zusammen mit den Sozialpädiatern die geeigneten Ansprechpartner für die Diagnose- und Therapie zu finden.

Auch neue Zentren rücken zunehmend in den Fokus, um die „Seltenen“ aus dem Schattendasein herauszuführen. So richtet der Sozialpädiater Prof. Knut Brockmann von der Universität Göttingen sein Zentrum auf die besonderen Bedürfnisse für Kinder mit seltenen neurologischen Erkrankungen aus. Geplant sind zudem bundesweite Erhebungen zu seltenen neurologischen Erkrankungen, um auf Dauer die Qualität der Behandlungen qualitativ verbessern zu können. Und in München möchte Prof. Volker Mall als Lehrstuhlinhaber für Sozialpädiatrie im Kinderzentrum München spezielle Patientenschulungsprogramme für seltene Erkrankungen aufbauen und weiterentwickeln, so zum Beispiel für herz- und nierentransplantierte Kinder oder auch für Kinder mit seltenen Nierenerkrankungen, anorektalen Fehlbildungen oder Neurofibromatose.

Diese Aktivitäten, die auf den 2013 ins Leben gerufenen Nationalen Aktionsplan für Menschen mit Seltenen Erkrankungen (NAMSE) zurückgehen, zielen genau in die richtige Richtung, meint auch Sozialpädiatrie-Präsident Christian Fricke. Allerdings müssten solche Behandlungsangebote in spezialisierten SPZ ausreichend finanziert werden. Das ist noch längst nicht der Fall. Und wem würde man das mehr gönnen, als den bisherigen „Waisenkindern in der Medizin?“

Pressekontakt:

Weitere Informationen bei
kbrock@med.uni-goettingen.de
Volker.Mall@kbo.de
Homepage:
www.presseportal.de/pm/55202/2905726/waisenkinder-der-medizin-ruecken-zunehmend-in-den-fokus-auch-immer-mehr-sozialpaediater-kuemmern/

Posted by theblogartist at April 15, 2014

Category: Krankheit

Tags: ,

Er soll 16 Menschen mutwillig mit Aids infiziert haben – und darf offenbar trotzdem weiter eine Musikschule betreiben. Dort hat er anscheinend einige seiner Opfer angesteckt. Dem Staatsanwalt aber fehlt laut Medienberichten jede Handhabe.
Der Schweizer Musiklehrer soll in der Nähe von Bern mindestens 16 Menschen gezielt mit dem HI-Virus infiziert haben. Gegen ihn ist deshalb Anklage erhoben worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Das hindert den Lehrer aber offenbar nicht daran, weiter seine Musikschule zu betreiben. Nach Angaben des Schweizer Online-Portals „20minuten.ch“ hat er nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft schon 2010 sogar Werbefilme für die Schule publiziert.

In diesen Filmen zeigt er sich den Angaben zufolge mit Schülern und rühmt die gute, respektvolle Atmosphäre. „Ich benutze nie die Peitsche, sondern die Liebe“, soll er im Video selber sagen. Der Staatsanwalt allerdings wirft ihm vor, seinen Opfern HIV-verseuchtes Blut gespritzt zu haben – unter anderem in der Musikschule. (mehr …)

Posted by theblogartist at April 15, 2014

Category: Krankheit

Tags: ,

Schmerztagebuch hilft, Migräne zu erkennen

Berlin – Viele Menschen suchen einen Augenarzt wegen Kopfschmerzen auf. Doch meist liegt gar keine Augenerkrankung oder Sehschwäche vor, die als Auslöser in Frage käme. In neunzig Prozent der Fälle leiden die Patienten an Migräne, Spannungs- oder Clusterkopfschmerz. Darauf macht die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) in einer Aussendung aufmerksam. Wie sich die Diagnose sicher stellen lässt, diskutieren Augenärzte auf dem 110. Kongress der DOG vom 20. bis 23. September in Berlin. (mehr …)

Posted by theblogartist at November 7, 2013

Category: Krankheit

Tags: ,

Für einen gesunden Menschen ist es nicht nachvollziehbar. Die Frau wirkt ausgemergelt. Ihre Augen liegen tief in den Höhlen, die Haut spannt sich über den Knochen. Sie selbst aber findet sich eher noch zu dick und möchte weiter abnehmen. Dünnsein sei schließlich attraktiv und im Trend. Kleidergröße 0 ist das Traumziel.

Das Phänomen ist keine überzogene modische Koketterie, sondern gilt unter Experten als eine der gefährlichsten psychischen Krankheiten überhaupt. Diagnose: Anorexia nervosa, Magersucht. Sie trifft vor allem Mädchen und junge Frauen im Alter von 15 bis 20 Jahren. „Etwa ein Viertel der Patientinnen hat eine richtig schlechte Prognose“, erklärt Wolfgang Herzog, Internist und Spezialist für Psychosomatik am Universitätsklinikum Heidelberg. Nicht wenige Betroffene hungern sich zu Tode, während Angehörige und Ärzte hilflos zuschauen müssen. (mehr …)

Posted by theblogartist at Oktober 10, 2013

Category: Krankheit

Tags: , , ,

Viele Leute sind der Meinung, dass nur Erwachsene an Kopfschmerzen leiden, doch das stimmt nicht, denn immer häufiger sind auch schon Kinder von Kopfweh betroffen. Ihr Kopfschmerz kann sich allerdings ganz anders anfühlen, als bei den Erwachsenen. Da es verschiedene Arten von Kopfschmerzen gibt, sollte als erstes herausgefunden werden, an welcher Form von Kopfschmerzen (z.B. Spannungskopfschmerzen, Migräne) das sonst aufgeweckte, gesunde, fröhliche Kind leidet und was die Ursachen sein könnten, denn oftmals können Eltern ihrem Kind selbst helfen, das Kopfweh in den Griff zu bekommen. (mehr …)

Posted by theblogartist at Juli 29, 2013

Category: Krankheit

Tags:

 

In den meisten Ländern der Europäischen Union hat sich die Mortalität durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen seit den 1980er-Jahren etwa halbiert. Einige Länder, vor allem in Osteuropa, bilden dabei eine Ausnahme, berichten Melanie Nichols und ihre Kollegen von der Oxford Universität im «European Heart Journal».
 
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hauptsächlich Herzinfarkte und Schlaganfälle, gehören zu den häufigsten Todesursachen und sind in der EU für etwa 1,9 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich. Seit 30 Jahren ist aber ein rückläufiger Trend zu verzeichnen. Ob die Zunahme an Adipositas und Diabetes-Erkrankungen zu einer Umkehr dieses Trends führt, wie häufig befürchtet,  haben nun Nichols und Kollegen anhand von Daten der Weltgesundheitsorganisation untersucht. Sie werteten die Daten der «WHO global mortality database» aus den Jahren 1980 bis 2009 getrennt nach Geschlechtern für koronare Herzerkrankungen (KHK) aus und analysierten dabei folgende Altersgruppen: unter 45 Jahre, 45 bis 54 Jahre, 55 bis 64 Jahre und ab 65 Jahre.
 
Der Analyse zufolge nahm in den meisten EU-Ländern die KHK-Mortalität in allen Altersgruppen in beiden Geschlechtern deutlich ab. Am stärksten war diese Reduktion in Dänemark, den Niederlanden, Schweden, Großbritannien, Irland und Malta, wo sie zum Teil über 70 Prozent betrug. Deutschland lag mit einem Rückgang von 49 Prozent bei Männern und 39 bei Frauen eher im Mittelfeld. Nur geringe, nicht signifikante Rückgänge bei der KHK-Mortalität von Männern waren in Ungarn, Polen, Lettland und Litauen zu verzeichnen. In Rumänien nahm die Todesrate sogar tendenziell zu. Bei Frauen war in Griechenland, Ungarn, Litauen, Polen, Rumänien und in der Slowakei kaum eine Reduktion zu verzeichnen. Obwohl in einigen Ländern in der jüngsten Altersgruppe der Abwärtstrend sich ein wenig abschwächte, seien diese Länder aber in der Minderheit, schreiben die Autoren. Insgesamt liefere die Analyse kaum Hinweise auf eine mögliche Trendwende.
(mehr …)

Posted by theblogartist at Juli 17, 2013

Category: Krankheit

Tags: ,

Wenn sich ein Weltstar wie Angelina Jolie beide Brüste amputieren lässt und das öffentlich macht, ist es verständlich, dass dies ein gewaltiges Echo auslöst. Aber machen derartige präventive Maßnahmen Sinn? Wie jeder einzelne Vorsorge treffen kann.
Aus medizinischer und gesellschaftlicher Sicht wirft die Mastektomie, bei der der 37-jährigen Schauspielerin das Drüsengewebe entnommen und durch Implantate ersetzt wurde, einige über diesen prominenten Einzelfall hinausgehende Fragen auf: Machen derartige präventive Maßnahmen Sinn?

In ihrem Artikel „My Medical Choice“ in der New York Times erwähnt Angelina Jolie, dass ihr Körper ein defektes BRCA1-Gen aufweist und ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, bei 87 Prozent lag. Mehrere Mitglieder ihrer Familie erkrankten an Brustkrebs bereits in jungem Alter. Insofern ist es nachvollziehbar, dass die Mutter von sechs Kindern vor einer derartigen Erkrankung Angst hat. Ihr Brustkrebsrisiko ist aufgrund des Eingriffs auf unter fünf Prozent gesunken, wenngleich in ihrem Körper ein weiteres Risiko immer noch besteht: Eine Wahrscheinlichkeit von etwa 50 Prozent, an Eierstockkrebs zu erkranken. (mehr …)

Posted by theblogartist at Mai 23, 2013

Category: Krankheit

Tags:

Salzgitter (ots) – Unzählige Bakterien besiedeln unseren Körper. Die meisten dieser Kleinstlebewesen sind für das Organsystem Darm harmlos. Doch nicht jeder Bereich unseres Körpers kommt mit dem „Besuch“ so gut klar. So sind die Harnwege im Normalfall eine keimfreie Zone. Gelangen jedoch Bakterien von außen in die Blase, gerät das sensible Organ schnell aus dem Gleichgewicht. Die häufige Folge: Eine schmerzhafte Blasenentzündung. (mehr …)

Posted by theblogartist at Mai 5, 2013

Category: Krankheit

Tags:

In den letzten Jahren häufen sich die Warnungen vor der schädlichen Sonneneinwirkung auf unsere Haut. Die Gefahr, die von den Sonnenstrahlen ausgeht, sollte nicht unterschätzt werden, da sie letztlich ursächlich für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich gemacht wird. Das ist auch der Grund dafür, dass immer mehr Menschen das Sonnenlicht meiden – mit weitreichenden Folgen unter anderem für ihre Herzgesundheit. (mehr …)

Posted by theblogartist at April 28, 2013

Category: Krankheit

Tags: ,

Delamanid und Bedaquilin: Diese Namen sollte man sich im Zusammenhang mit Tuberkulose (Tb) merken. Denn die beiden Tb-Therapeutika stehen relativ kurz vor der Zulassung in Europa, wie heute auf einer Veranstaltung des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) in Berlin deutlich wurde. Es sind die ersten neu entwickelten Arzneistoffe zur Behandlung von Infektionen mit Mycobacterium tuberculosis seit 50 Jahren. Bedaquilin, das in den USA seit Dezember 2012 zugelassen ist, darf in Deutschland bereits in Härtefällen eingesetzt werden. (mehr …)

Posted by theblogartist at Januar 20, 2013

Category: Krankheit

Tags: ,

Ein operativer Eingriff bedeutet für viele Menschen eine starke psychische Belastung verbunden mit hohem emotionalen Stress.

Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Universitätsklinikums Leipzig konnten nun zeigen, dass diese Beschwerden oftmals keine vorübergehenden Sorgen hinsichtlich der bevorstehenden Operation sind, sondern häufig Hinweise auf klinisch bedeutsame und behandlungsbedürftige psychische Störungen darstellen. (mehr …)

Posted by theblogartist at Januar 19, 2013

Category: Krankheit

Tags: ,

Heidelberg – Die familiäre Häufung von Krebserkrankungen betrifft nicht nur Kinder, deren Eltern ungewöhnlich früh an Krebs erkrankt sind. Eine Analyse der Schwedischen Familienkrebsregisters im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2012; 345: e8076) zeigt, dass auch Krebserkrankungen im hohen Alter ein erhöhtes Risiko für die Nachfahren anzeigen.

 

Das in den 90er Jahren eingerichtete Schwedische Familienkrebsregister ist mit mehr als 12 Millionen Einträgen das weltweit größte seiner Art. Möglich wurde es, weil in Schwe­den alle Einwohner eine zentrale Identifikationsnummer haben, die in allen Registern verwendet wird. Elhamalsadat Kharazmi vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und Mitarbeiter konnten deshalb untersuchen, ob Kinder von Krebspatienten häufiger als andere selber an Krebs erkranken. Für früh auftretende Tumoren war diese Häufung bekannt. (mehr …)